Marktbericht Januar 2024

Der Immobilienmarkt in Berlin: Neues Niveau hält sich

Im 2. Halbjahr 2023 hat sich der Immobilienmarkt deutlich stabilisiert. Weitere Zinserhöhungen sind ausgeblieben und haben so die Unsicherheit deutlich verringert. Das Volumen bleibt dabei weiterhin deutlich unter dem Vorjahr mit -21%.

Der Markt für Mehrfamilienhäuser hat einen starken Endspurt im 4. Quartal hingelegt und die Umsätze sind so hoch wie seit 2 Jahren nicht mehr. Das ist getrieben von großen Transaktionen, was darauf schließen lässt, dass auch die institutionellen Investoren wieder in den Markt eintreten.

Chancen im aktuellen Marktumfeld nutzen

Bezugsfreie Wohnungen sind der klare Gewinner des letzten Halbjahres und konnten von dem angespannten Mietmarkt in Berlin profitieren. Mit bezugsfreien Wohnungen und Einfamilienhäusern in gutem und sehr gutem Zustand können weiterhin hohe Preise am Markt erzielt werden. Dabei sind die Anforderungen der Käufer an den Zustand der Wohnungen deutlich gestiegen. Bezugsfreie Wohnungen liegen aktuell etwa 25-30% höher im Wert als vermietete Wohnungen. Davon Eigentümer können jetzt bei einem Mieterwechsel profitieren.

Bei vermieteten Wohnungen liegen die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern weiterhin auseinander. Die Renditeanforderungen von Käufern liegen aktuell bei 4%.

Aber auch hier kommt wieder Bewegung in den Markt. Die leicht gesunkenen Zinsen, gepaart mit gleichzeitig stark steigenden Mieten, bieten ideale Voraussetzungen für Investitionen und ziehen wieder vermehrt Kapitalanleger an.

Preisspiegel Eigentumswohnungen nach Stadtteil

Stadtteile | Marktbericht Januar 2024

Wie wird sich der Immobilienmarkt in den nächsten 12 Monaten entwickeln?

Wir erwarten in den nächsten 12 Monaten ein sehr dynamisches Marktumfeld. Die Preise haben sich stabilisiert und werden nach unserer Einschätzung auch im Jahr 2024 stabil bleiben, wenn Zinsen und Inflation auf dem aktuell etwas niedrigerem Niveau bleiben.

Das führt zu mehr Bewegung, gerade im Bereich Eigennutz. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und großen Familienwohnungen ist hoch und trifft auf ein geringes Angebot.

Sehr wichtig für die Eigentümer bleibt der energetische Sanierungszustand der Immobilie. Im Jahr 2023 ist deutlich geworden, dass es eine hohe Diskrepanz in der Preisentwicklung zwischen modernisierten und nicht-modernisierten Wohnungen und Häusern gibt. Nicht-modernisierte Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sinken im Preis, während die modernisierten Immobilien Wertzuwächse verzeichnen konnten. Hier zeigen sich die Auswirkungen der stark gestiegenen Energiepreise und der einhergehenden Diskussion rund um energetisches Sanieren.

Das heißt für Eigentümerinnen und Eigentümer: Wer die eigene Immobilie auf ein gutes Modernisierungsniveau bringt, und einen energetisch guten Stand hält, sorgt für einen deutlichen Wertzuwachs seiner Immobilie. Das erfordert allerdings eine starke Auseinandersetzung mit den aktuellen Gesetzen, Fördermöglichkeiten und Energieberatern, was nicht zuletzt auch viel Zeit kostet. Viele Eigentümer von energetisch unsanierten Immobilien entscheiden sich deshalb für den Verkauf ihrer Immobilie.

Der Immobilienmarkt in Lichtenberg, Treptow und Köpenick

Boomtown Südost! In Lichtenberg und Treptow-Köpenick wird gebaut, was das Zeug hält! Mit insgesamt 75 Wohnprojekten liegen die beiden Bezirke einsam an der Berliner Spitze. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren in Treptow-Köpnick 8000 und in Lichtenberg 6000 neue Wohnungen entstehen. Die Mieten steigen in diesen beiden Bezirken zweistellig zwischen 12-15% pro Jahr.

Einige Mikrolagen in Lichtenberg mit saniertem Altbaubestand ziehen besonders in der Frankfurter Allee Nord, der Victoriastadt und dem Kaskelkiez ein Szenepublikum an. Das Rummelsburger Zentrum etabliert sich als Künstlerviertel. Die Victoriastadt, ebenfalls in Rummelsburg, entstand in den 1870er Jahren als erste aus Beton errichtete Wohnsiedlung der Welt. Hier sind große familiengeeignete Wohnungen besonders gefragt.

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Alt-Treptow reicht tief nach Neukölln und Kreuzberg hinein, fast bis zum Görlitzer Park. Altbaukieze und trendige Quartiere rund um die Arena und das Badeschiff mischen sich.

Schöneweide befindet sich noch in der Strukturierungsphase, profitiert aber von seiner Nähe zu Adlershof und großen Projekten wie BE-U und Funkytown. Das Spreeviertel mit Hainstraße und Hasselwerder Straße ist sehr beliebt und entwickelt sich zunehmend zu einem Familienquartier. Johannistal und Altglienicke sind als ruhige Wohnquartiere mit Gartenstadtcharakter gefragt. In direkter Nähe zum Wissenschafts- und Technologie-Hub Adlershof und mit guter Verkehrsanbindung haben beide Ortsteile gute Entwicklungspotentiale.

Aktuell haben wir eine hohe Nachfrage nach Reihen,- und Einfamilienhäusern, sowie großen Wohnungen in Karlshorst und Rummelsburg.  Bei Eigentümern und Kapitalanlegern sehr beliebt sind die Wohnungen in den Gartenstadtsiedlungen aus den 20er Jahren. Sowohl in der Hainstraße und Hasselwerder Straße im Spreeviertel als auch in Lichtenberg im Weitlingkiez, in Rummelsburg im Kaskelkiez, in der Lincoln-, Bietzke- und Eggersdorfertstraße.

Wertentwicklung der letzten 10 Jahre

10 Jahre | Marktbericht Januar 2024

Preisspiegel für Lichtenberg, Karlshorst, Schöneweide, Treptow und Köpenick

Preisspiegel | Marktbericht Januar 2024