Marktbericht Februar 2026

Der Immobilienmarkt in Berlin: Stabilisierung und neue Chancen

Das Jahr 2025 markiert für den Berliner Immobilienmarkt einen klaren Übergang: weg von der Phase der Unsicherheit und Preiskorrektur, hin zu einer neuen Stabilität mit klaren Spielregeln. Während die Jahre 2022 bis 2024 von Zurückhaltung, Finanzierungshürden und teils deutlichen Preisabschlägen geprägt waren, hat sich der Markt im Verlauf von 2025 sichtbar sortiert.

Insbesondere im Bestandssegment zeigt sich eine deutliche Belebung. Käufer und Verkäufer haben sich preislich angenähert, Finanzierungen sind wieder kalkulierbarer geworden und die Zahl der abgeschlossenen Transaktionen ist – vor allem im zweiten Halbjahr – spürbar gestiegen. Der Neubausektor bleibt hingegen angespannt: Hohe Baukosten, regulatorische Anforderungen und zurückhaltende Projektentwickler sorgen weiterhin für ein sehr begrenztes Angebot.

Der Berliner Immobilienmarkt funktioniert 2025 wieder – allerdings differenzierter, rationaler und selektiver als in den Boomjahren.

Strategische Empfehlungen für Eigentümer

Der Bestandsmarkt konnte sich nach den Tiefständen der Vorjahre klar erholen. Bezugsfreie Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Reihenhäuser in guten Lagen erzielten stabile bis leicht steigende Preise. Hier sind wir nur noch 4-5% vom Preishöhepunkt in 2022 entfernt. Besonders auffällig: Die Marktreaktion auf unrealistische Angebotspreise erfolgt heute deutlich schneller. Überbewertungen werden kaum noch toleriert, während marktgerecht positionierte Immobilien zügig Käufer finden.

Das aktuelle Marktumfeld eröffnet Eigentümern konkrete strategische Optionen – vorausgesetzt, die Immobilie wird richtig eingeordnet und positioniert:

Einfamilien- und Reihenhäuser profitieren von einer anhaltend hohen Nachfrage, insbesondere von Familien, die dem engen Mietmarkt ausweichen.

Bezugsfreie Wohnungen bleiben das stärkste Segment. Sie erzielen – je nach Lage und Zustand – deutliche Preisaufschläge gegenüber vermieteten Einheiten.

Vermietete Wohnungen sind stark abhängig von Miethöhe, Perspektive auf Eigennutzung und energetischem Zustand. Preisabschläge von 20–50 % gegenüber bezugsfreien Wohnungen sind weiterhin marktüblich.

Besonders relevant ist 2026 die Frage des richtigen Zeitpunkts. Mieterwechsel, abgeschlossene Modernisierungen oder veränderte Lebenssituationen eröffnen Eigentümern häufig deutlich bessere Verkaufsfenster als ein Abwarten ohne klare Strategie.

Preisspiegel Eigentumswohnungen nach Stadtteil

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Wie wird sich der Immobilienmarkt in den nächsten 12 Monaten entwickeln?

Für die kommenden zwölf Monate erwarten wir eine weitere Stabilisierung des Marktes mit überwiegend seitwärts verlaufenden Preisen und punktuellen Steigerungen in guten Lagen. Die Nachfrage im Eigennutzersegment bleibt hoch, während die geringe Neubautätigkeit den Druck auf dem Mietmarkt weiter erhöht.

Gleichzeitig agieren Käufer selektiver. Die Differenz zwischen Angebotspreisen und tatsächlich erzielten Kaufpreisen liegt weiterhin bei rund 8–15%. Eine realistische Preisfindung und professionelle Verhandlungsführung sind daher entscheidend für einen erfolgreichen Verkauf.

Der Immobilienmarkt in Lichtenberg, Treptow und Köpenick

Der Berliner Südosten behauptet sich auch im Jahr 2025 als einer der stabilsten und zugleich entwicklungsstärksten Teilmärkte der Hauptstadt. Lichtenberg und Treptow-Köpenick verbinden urbane Nähe mit Wasserlagen, Grünflächen und einer gewachsenen Kiezstruktur – ein Mix, der sowohl Eigennutzer als auch langfristig orientierte Kapitalanleger anspricht. Die Kombination aus infrastrukturellem Ausbau, kontinuierlichem Zuzug und im Berliner Vergleich noch moderaten Preisniveaus sorgt für eine anhaltend solide Nachfrage.

shutterstock 196409882 | Marktbericht Februar 2026

Der Berliner Südosten weist weiterhin eine überdurchschnittliche Wertentwicklung im langfristigen Vergleich auf. Gleichzeitig zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Segmenten: Während moderne, gut positionierte Immobilien weiterhin Wertstabilität oder leichte Zuwächse verzeichnen, geraten unsanierte oder strategisch schlecht platzierte Objekte zunehmend unter Druck.

Wertentwicklung der letzten 10 Jahre

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Aktuell haben wir eine sehr hohe Nachfrage nach Reihen- und Einfamilienhäusern in Karlshorst im Rheinischen Viertel, Prinzenviertel und Waldsiedlung, in Rummelsburg entlang der Bucht und Umgebung.  Bei Interessenten besonders beliebt sind Wohnungen in Karlshorst, Friedrichshain, Rummelsburg im Kaskelkiez und Alt-Lichtenberg. Außerdem beliebt ist das Spreeviertel in Niederschöneweide mit Hainstraße und Hasselwerder Straße als auch in Oberschöneweide.

Preisspiegel für Lichtenberg, Karlshorst, Rummelsburg, Schöneweide, Treptow und Köpenick

grafik 2 | Marktbericht Februar 2026